Schlieren (ZH)
Spital Limmattal
Ein Campus in zwei Etappen
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Mit dem Neubau des Spitals Limmattal und des integrierten Pflegezentrums entstand ein Gesundheitscampus, der trotz etappierter Realisierung als funktionale und betriebliche Einheit konzipiert wurde.
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Das Gebäudekonzept überzeugt durch kurze, zentrale Verkehrswege, welche Patientenströme, Logistikprozesse und die Erschliessung der anspruchsvollen Gebäudetechnik optimal miteinander verbinden. Diese hohe Effizienz konnte nur durch einen konsequent integralen Planungsansatz erreicht werden, bei dem sämtliche Fachdisziplinen von Beginn an eng zusammenarbeiteten und gemeinsame Lösungen entwickelten.
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Wo das alte Spitalhochhaus stand, folgte das neue Pflegezentrum, direkt an das Spital angebaut. Kurz nach der Eröffnung des Spitals erhielt die Abicht Zug AG dafür einen Nachfolgeauftrag.
Energie für das ganze Areal
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Die neue Energieerzeugung besteht aus einer Erdsonden-Wärmepumpe, einer Hochtemperatur-Wärmepumpe und zwei Gasheizkesseln. Die Kälteerzeugung wird durch Erdsonden und redundante Kältemaschinen übernommen.
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Bei der Eröffnung 2018 versorgte die Energieerzeugung das gesamte Areal des Spitals, das damals bestehende Pflegezentrum und drei Nachbarliegenschaften mit Wärme. Die Heizleistung von 4'600 kW schliesst die Bestandsbauten ein.
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Das Fussbodenheizungssystem wird gleichzeitig zur Kühlung eingesetzt.
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28 Lüftungsanlagen übernehmen den hygienischen Luftaustausch und die entsprechend den Zonen geforderten Nachkonditionierungen. Der Gesamtluftvolumenstrom beträgt rund 250'000 m³/h.
Zuerst im Modell gebaut
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Unser Team entwickelte die Modelle der Heizungs-, Lüftungs- und Kälteanlagen in 3D. Sie flossen in das zentrale Gebäudemodell ein, das die Architekten verwalteten. So entstanden die gebäudetechnischen Anlagen virtuell, bevor sie gebaut wurden.
Bild: Abicht Gruppe -
Neben dem HLK-Fachmodell führten wir das Koordinationsmodell der Gebäudetechnik und prüften darin die Anlagen auf Kollisionen. In den Koordinationssitzungen bereinigten wir Unstimmigkeiten gemeinsam mit Architekten und Bauingenieuren. Auch Heizlast und Fussbodenheizung berechneten wir am zentralen Modell.
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Für jeden Raum entstanden 6-fach-Ansichten: vier Wände, Decke und Boden, darin die gebäude- und medizintechnischen Installationen. Die Fachbauleitung griff auf der Baustelle per Tablet auf die gebäudetechnischen Modelle zu.
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Das Projekt wurde aufgrund seines wegweisenden BIM-Einsatzes beim Wettbewerb BIM D’OR 2015 in Paris mit dem BIM D’ARGENT in der Kategorie internationale Projekte ausgezeichnet. Es setzte neue Massstäbe für zahlreiche nachfolgende Grossprojekte im Gesundheitswesen.
Den Gesamtleistungswettbewerb für das neue Akutspital Limmattal in Schlieren gewann Abicht im Team um Losinger Marazzi. Wir planten die HLK- und Kälteanlagen samt Koordination und konzipierten eine Energieerzeugung, die Spital, Pflegezentrum und Nachbarliegenschaften versorgt.
- Unsere Leistungen
- Bauherrschaft
- Spital Limmattal, Schlieren
- Architekt
- Brunet Saunier, Paris / BFB Architekten AG, Zürich
- Totalunternehmung
- Losinger Marazzi AG, Zürich
- Wettbewerb
- 1. Rang 2013
- Auszeichnung
- BIM D’ARGENT 2015, Kategorie internationale Projekte (BIM D’OR, Paris)
- Inbetriebnahme Spital
- Oktober 2018
- Referenz Kategorien
- Spitäler
Projektkennzahlen
m²
Energiebezugsfläche
kW
Heizleistung inkl. Bestandsbauten
kW
Kälteleistung inkl. Redundanz
m³/h
Gesamtluftvolumenstrom (ca.)
Ausgangslage
Auf dem Areal des Spitals Limmattal in Schlieren entstand ein neues Akutspital mit stationärem Bereich, ambulantem Bereich sowie medizinischer Infrastruktur. Abicht gewann den Gesamtleistungswettbewerb im Team um Losinger Marazzi.
Lösung
Abicht plante die Heizungs-, Lüftungs-/ Klima- und Kälteanlagen sowie die räumliche Koordination der gebäudetechnischen Anlagen. Unsere Ingenieure konzipierten die neue Energieerzeugung mittels einer Erdsonden-Wärmepumpe, einer Hochtemperatur-Wärmepumpe und zwei Gasheizkesseln. Diese versorgen das Spital, das bestehende Pflegezentrum und drei Nachbarliegenschaften mit Wärme. Die Kälteerzeugung wird durch Erdsonden und redundante Kältemaschinen sichergestellt. Das Fussbodenheizungssystem wird gleichzeitig zur Kühlung eingesetzt, der hygienische Luftaustausch wird durch 28 Lüftungsanlagen gewährleistet. Für diesen modernsten Spitalneubau planten unsere Ingenieure und Fachplaner mit Building Information Modeling (BIM), wofür das Projekt an der BIM D’OR-Preisverleihung in Paris den BIM D’ARGENT in der Kategorie internationale Projekte gewinnen konnte.
Pflegezentrum
Kurz nach der Eröffnung des Spitals im Herbst 2018 erhielt die Abicht Zug AG einen Nachfolgeauftrag für den Neubau des Pflegezentrums. Es steht dort, wo das alte Spitalhochhaus stand, und ist direkt an das Spital angebaut. Totalunternehmerin war wieder die Losinger Marazzi AG. In der BIM-Planung bauten wir auf den Erfahrungen aus dem Spitalbau auf. Vieles lief nun automatisiert, und mehr Berechnungen entstanden direkt im Modell. Mit einer VR-Brille konnten wir uns zudem virtuell durch das Gebäude bewegen.
Ergebnis
Als Ergebnis entstand ein wirtschaftlich und betrieblich optimiertes Gesundheitszentrum mit hoher Funktionalität, ausgezeichneter Kostentreue und einer zukunftsorientierten Gebäudetechnik, die den langfristigen Anforderungen von Spital und Pflegezentrum gerecht wird.
Gebäude und Beteiligte
Den Neubau plante und realisierte die Losinger Marazzi AG als Totalunternehmerin, zusammen mit BFB Architekten, Zürich, und Brunet Saunier Architecture, Paris. Losinger Marazzi führte auch BIM-Management und BIM-Koordination. Abicht verantwortete die Planung der Heizungs-, Lüftungs-/Klima- und Kälteanlagen sowie die räumliche Koordination der Gebäudetechnik und führte dafür das HLK-Fachmodell und das Koordinationsmodell. Die Sanitärplanung lag bei Bösch Sanitäringenieure, Dietikon, die Elektroplanung bei Scherler Beratende Ingenieure, Zürich. Das Tragwerk plante BG Ingenieure und Berater, die Bauphysik Gartenmann Engineering, den Brandschutz QSB Qualitäts-Sicherung im Brandschutz. Für Medizintechnik, Ausstattung und Umzug kam im November 2017 VAMED dazu. Am 22. Oktober 2018 nahm das Spital den Betrieb auf.
Für weitere Informationen zum Projekt: