Liestal (BL)
Verwaltungsneubau HARMONIE Liestal
Netto null in Bau und Betrieb
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Das Projekt setzt neue Massstäbe in der nachhaltigen Arealentwicklung: Mit CO₂-Netto-Null über Erstellung und Betrieb, einem hohen Strom-Eigendeckungsgrad sowie einer SNBS-Platin-Zertifizierung werden die Anforderungen des Kantons Basel-Landschaft nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen.
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Die konsequente Nutzung natürlicher und CO₂-speichernder Materialien, die Förderung der Biodiversität sowie die langfristige CO₂-Kompensation reduzieren den ökologischen Fussabdruck auf ein Minimum.
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Der lokal vorgesehene Kleinwald fördert die Biodiversität und kompensiert CO₂. Dazu kommt die Aufforstung von 2'000 m² Mischwald. Über 40 Jahre soll er die grauen CO₂-Emissionen des Neubaus vollständig ausgleichen.
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Der Strombedarf wird zu grossen Teilen lokal auf dem Dach produziert und bezüglich Eigenverbrauch optimiert. Photovoltaikbänder an der Fassade liefern zusätzlich Strom und schützen die hölzernen Brüstungen.
Flexibel und kreislauffähig
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Die systematische, kreislauffähige Bauweise ermöglicht höchste Flexibilität, Werterhaltung und Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus.
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Die Bauteile sind später wiederverwendbar. Die Sekundärstruktur ist konsequent von der Primärstruktur getrennt: Sie bleibt für die Wartung zugänglich und lässt sich an künftige Anforderungen anpassen.
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Zentrale Steigzonen versorgen die Nutzflächen mit Wärme, Kälte, Luft, Wasser und Strom und erlauben einen flexiblen Ausbau. Weil die Energiezentralen auf Dach und Untergeschoss verteilt sind, bleiben die Schächte kleiner.
Luft ohne Kanäle
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Intelligente Gebäudetechnikkonzepte, darunter das freiströmende Lungenprinzip ohne Kanäle und eine dynamische Temperaturhaltung, reduzieren den Platzbedarf der technischen Infrastruktur erheblich. Dies ermöglicht die Realisierung eines zusätzlichen Nutzgeschosses innerhalb desselben Gebäudevolumens.
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Die aufbereitete Zuluft strömt an sechs Punkten je Geschoss frei in die Nutzfläche. In geschlossenen Räumen sorgen aktive Umluftelemente für ausreichende Zirkulation. So braucht es im Geschoss keine Lüftungskanäle.
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Die Fernwärme wird als lokale Ressource genutzt und mit einer Grundwassernutzung für das Freecooling kombiniert. Hybride Heiz- und Kühldeckensegel bringen Wärme und Kälte in die Büros.
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Das Ergebnis: deutlich tiefere Investitionskosten, mehr nutzbare Fläche und ein höherer Gesamtnutzen bei unverändert hohem Komfort, hoher Flexibilität und uneingeschränkter Erfüllung aller Nutzeranforderungen.
Mit dem Siegerprojekt HARMONIE gewannen wir den Wettbewerb für den Verwaltungsneubau in Liestal. Das grossvolumige Holzgebäude erreicht dank natürlicher Materialien, lokaler Stromproduktion und Fernwärmenutzung netto null CO₂ in Erstellung und Betrieb.
- Zeitraum
- seit 2023
- Unsere Leistungen
- Bauherrschaft
- Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft
- Bauherrenvertretung
- Hochbauamt Basel-Landschaft
- Baumanagement
- ARGE GP Buchner Bründler Planer AG / Rapp AG (Gesamtleitung mit Baumanagement)
- Architekt
- Buchner Bründler Planer AG, Basel
- Wettbewerb
- 1. Rang 2024, Projektwettbewerb im selektiven Verfahren
- Bauingenieurwesen
- ZPF Structure AG, Basel
- Landschaftsarchitektur
- MOFA studio GmbH, Zürich
- Standards
- Minergie-P-ECO, SNBS Platin (Planungsziel)
- Projektstand
- In Planung, Baustart ab Mitte 2027 vorgesehen
- Referenz Kategorien
- Büro- / Verwaltungsgebäude
Projektkennzahlen
Arbeitsplätze
für zwei kantonale Direktionen
m²
Bruttogeschossfläche (Vorprojekt)
%
des Strombedarfs aus Solarstrom am Gebäude (Prognose)
m²
Mischwald zur CO₂-Kompensation
Ausgangslage
Das siegreiche Projekt HARMONIE überzeugte die Jury aufgrund der hohen städtebaulichen Qualität, der hohen Nachhaltigkeitsstandards und der durchdachten räumlichen sowie funktionalen Aufteilung auf allen Ebenen. Die Pläne zeigen ein grossvolumiges, rechteckiges Holzgebäude, das im Zentrum der Parzelle auf dem Kreuzbodenareal entstehen soll. Zur Rheinstrasse hin ergänzt ein vorgelagerter Restaurant-Pavillon den geplanten Bau.
Projekt und Beteiligte
Auf dem Kreuzboden-Areal sollen rund 560 Arbeitsplätze der Bau- und Umweltschutzdirektion sowie der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion entstehen. Bauherrschaft ist die Bau- und Umweltschutzdirektion, vertreten durch das Hochbauamt. Gesamtleitung und Baumanagement liegen bei der ARGE Buchner Bründler Planer AG / Rapp AG. Zum Wettbewerbsteam gehörten Buchner Bründler (Architektur), die ZPF Structure AG (Tragwerk) und MOFA studio (Landschaftsarchitektur). Abicht verantwortete darin die Fachplanung Heizung, Lüftung, Klima, Kälte und Sanitär sowie die Nachhaltigkeit.
Das Vorprojekt lag im Juni 2025 vor. Im Januar 2026 erhöhte der Landrat die Mittel für die weitere Projektierung. Der Baustart ist ab Mitte 2027 geplant, die Inbetriebnahme in der zweiten Hälfte 2029. Das Gebäude soll die Standards Minergie-P-ECO und SNBS Platin erfüllen.
Für weitere Informationen zum Projekt: